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Die Geschichte des TTC Grün - Weiß Lüttenglehn.
Im Frühjahr 1966 sprachen Werner Rothhausen und Günter Ziegler über Tischtennis
und verabredeten, nach 1952/56 (solange bestand der damalige T.T.V. Blau-Weiß Lüttenglehn ) wieder einen Tischtennisclub in Lüttenglehn zu gründen. Mit den ersten Mitgliedern:
Werner Rothhausen, Günter Ziegler, Matthias Roth, Hans-Dieter Opitz,
Josef Wingerath, Jakob Küppers, Horst Fenske, Peter Oesterwind, Jonny Keepers, Heinz-Peter Andreer, Klaus Fenske und Bernd Lenzen
wurde der Entschluss in die Tat umgesetzt und auf einer selbstgebauten und einer mit finanzieller
Hilfe desLüttenglehner Heimatvereins angeschafften Platte der Spielbetrieb aufgenommen.
Noch im selben Jahr wurde eine Jugend- und eine Damenabteilung eingerichtet.
1 Jahr später trat der Vereindem Dachverband, dem WTTV bei, was mit der Urkunden-Nr. 20 10-59 vom 1.8.67 bestätigt wurde.
Am 6.12.1985 wurde der Club in das Neusser Vereinsregister unter der Nummer 57 VR 1227 eingetragen und führt seitdem den Zusatz e.V.
Bereits im Spieljahr 1968/69 konnte sich der Verein über die 1. Kreismeisterschaft freuen. In der Besetzung: Hans-Jürgen Rothhausen, Heinz-Josef Breuer, Heinz-Josef Schmitz, Wilfried Reck
schaffte die 1. Jungenmannschaft den 1. Vereinstitel.
Unter der Leitung von Heinz-Josef Schmitz begann dann im Jahre 1970 mit dem Aufbau einer Schülerinnengruppe eine im Kreis
Neuss/Grevenbroich nur selten erlebte sportliche Entwicklung, die den kleinen Verein bis weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt machte. Zu den ersten Schülerinnen gehörten:
Resi Schmitz, Gabi und Ulla Eschenbruch, Monika Eigen und Annemarie Dyckers
In nur 6 Jahren führte Heinz-Josef Schmitz diese Mädchen, die später noch verstärkt wurden von
Ulla Monz, von der 2. Damenkreisklasse bis in die Verbandsliga, der damals dritthöchsten deutschen Spielklasse.
1975 trat Werner Rothhausen aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des 1. Vorsitzenden zurück. Ihm folgte der langjährig schon als Kassierer und Schriftführer für den Club aktive Engelbert Schmitz.
Unermütlich setzte er sich für die Weiterführung des Vereins ein und mußte, für alle unfassbar, im Alter von nur 27 Jahren, am 21.11.78, allzufrüh sterben.
Zu seinem Gedenken trägt der Verein bis heute jährlich ein vereinsinterenes
Engelbert-Schmitz-Gedächtnisturnier
aus, an dem alle Damen und Herren teilnehmen. Für dieses Turnier hatte Rolf Glasmacher einen Wanderpokal gestiftet, der viele
Jahre seinen Platz im heute nicht mehr extistenten Vereinslokal Strerath hatte. Der 1. Turniersieger hieß 1979 Walter Byvelds.
Seit 1970 werden Vereinsmeisterschaften ausgetragen. Der 1. Vereinsmeister hieß Werner Rothhausen. Mit 6 Vereinsmeistertiteln
in den 70er und 80er Jahren führt Rolf Glasmacher die Rangliste der Mehrfachsieger an.
Zu den sportlichen Höhepunkten gehört bis heute zweifelsohne der Aufstieg der 1. Damenmannschaft
Ulla Eschenbruch, Karin Byvelds, Elisabeth Drossart und Gabi Steinbach (Holling)
im Spieljahr 1982/83 in die Damen-Oberliga. Zwar mußte die Mannschaft bereits im 1. Jahr wieder absteigen. In der
Damen-Verbandliga spielte die Erste dann aber viele Jahre stets im oberen Tabellendrittel mit.
In der Serie 90/91 hat sich der Verein dann mit den aus Büttgen gewechselten Susanne Schwickert und Karoline Schorn verstärkt.
Wegen ihrer herausragenden Spielstärke hat Susanne Schwickert dann vor wenigen Jahren eine neue sportliche
Herausforderung in Anrath gesucht. Sie ist aber nicht nur als Kassiererin auch im Jahre 2000 immer noch im Verein aktiv.
Nur 3 Spieler werden seit der Vereinsgründung noch aktiv geführt:
Matthias Roth, Heinz-Josef Breuer und Hans-Jürgen Rothhausen.
Da nur noch H.J. Rothhausen am Meisterschaftsbetrieb teilnimmt, ist es nicht verwunderlich, dass er mit mehr als 500 Wettkampfspielen der Rekordspieler des Vereins ist.
Das 20-jährige Vereinsbestehen hat der Club 1986 genutzt, um ein großes Fest mit der Dorfgemeinschaft zu feiern. Aus diesem
Anlass wurde auch eine Festschrift erstellt, aus der weite Passagen dieser Chronik, die Hans-Jürgen Rothhausen zusammengetragen hat, stammen.
Hatte man 1986 noch Bedenken, ob der Verein wegen des Mitgliederschwundes weitere Jahre übersteht, konnte 1991 ein
weiteres Fest - und diesmals ein richtiges Jubiläum - gefeiert werden. Im Festzelt auf dem Lüttenglehner Kirmesplatz freuten sich
viele Gäste bei einem bunten Programm über das für einen so kleinen Verein große Jubiläum.
Auch wenn nicht mehr aktives Vorstandsmitglied, lenkte Werner Rothhausen als Ehrenmitglied noch viele Jahre im Hintergrund die
Geschicke des Vereins. Leider verstarb er im November 1994 im Alter von 65 Jahren viel zu früh und hinterließ im TTC eine große Lücke.
Zu seinem Gedenken wurde das bis dahin in der Vorweihnachtszeit ausgetragene Mixedturnier in Werner-Rothhausen-Mixed-Doppel-Turnier
umbenannt. Ihm, dem immer am Zusammenhalt der Clubmitglieder gelegen war, wird auch so bei dem alljährlich stattfindenden vereinsinternen Turnier gedacht.
v. H.J. Rothhausen
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